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    德语小说文库:An Deutschlands Jugend(1)[云南外语网]
    德语小说文库:An Deutschlands Jugend(1)[云南外语网]
    更新时间:2008-1-7 15:16:00    保存本文
    Zueignung und Aufruf
    In dieser feierlichen Zeit des Abschiedes wende zu euch ich mich, Menschen der deutschen Jugend. Nie hat eine Menschheit so bewußt und verantwortungspflichtig an einer Scheide der Zeitalter gestanden. Die Stunde hält ihren Atem an, zu lang für das bangende Herz, zu kurz für das flatternde Gewissen, der Klöppel holt aus. Ist der Schlag verklungen, nach Menschenjahren, Sekunden des Äon, so stehen wir in fremder Welt und Zeit, beladen oder entsühnt, und blicken durch den Tränenschleier des Krieges nach dem entsinkenden Reiche der Gewesenheit.
    Unbewußter, zweifelfreier waren die, die vor weniger als hundert Jahren durch den Nebel der Weltkriege das rosenfarbene Jahrhundert verschwimmen sahen. Die Revolution hatte ihnen eine brauntuchene bürgerliche Sicherheit gegeben, der Krieg hatte mehr geschlichtet als genommen, sie fühlten beschäftigt das Nahen von Wissenschaft, Technik und Kapital und konnten sich dem überlassen, was sie Restauration nannten, und was der häßlichste Nutzbau der übervölkerten, mechanisierungsdurstigen Welt war.
    Der Bau wuchs; in den höchsten, luftigsten und frechsten Geschossen des Himmelskratzers sind wir geboren und haben wir gelebt; jetzt bricht er nieder, aus Mangel an Gerechtigkeit und organischer Kunst, die man verschmäht hatte, hineinzubauen. Er hatte kein Fundament, stand auf dem Schuttplatz der französischen Revolution, die Raum geschaffen hatte, aber keinen Baugrund. Bis in seine höchsten Zinnen, die Nationalismus und Imperialismus hießen, trug er keine Idee in sich, nur ein empirisches Gleichgewicht der Kräfte; alles was Idee hieß, rankte sich äußerlich empor und zermürbte seine Wände.
    Keine neue Revolution kann uns die Arbeit erleichtern, denn die Zerstörung ist da, wir brauchen sie nicht zu rufen. Was gefordert wird, ist Arbeit, langsamer, heiliger Neubau, Dombau. Aus tiefen, geheiligten Herzen und neuem Geist. Nicht aus der Frechheit, die sagt: Laßt mich nur, ich bin schlau und vernünftig, ich will einmal versuchen. Nicht aus satter Interessiertheit, die sagt: Wir werden alles reparieren. Nicht aus Stumpfheit und bürgerlicher Blöde, die sagt: Kommt Zeit, kommt Rat.
    Die Schicksalsstunde webt nicht über Schlachten und Konferenzen, Brand und Löschung, sondern über der Bauhütte, über ihren Meistern und Gesellen, dem Geheimnis ihres Grund- und Aufrisses und dem Geist ihrer Gemeinschaft. Der entscheidet die Jahrhunderte, deshalb haben wir vom Geist zu reden.
    Mit euch, Deutschlands Jugend, will ich reden. Den Genossen meines Alters habe ich nicht mehr viel zu sagen. Mein Herz habe ich vor ihnen ausgeschüttet, mein Glauben und Schauen, Vertrauen und Sorgen ihnen vor die Seele gehalten. Viele haben meine Schriften gelesen, die Gelehrten, um sie zu belächeln, die Praktiker, um sie zu verspotten, die Interessenten, um sich zu entrüsten und sich ihrer eigenen Güte und Tugend zu erfreuen. Wenn warme Stimmen zu mir drangen, so kamen sie von Einsamen, von Jungen, und von denen, die nicht altern und nicht sterben.
    Von den Alten habe ich nichts gewollt als Mitdenken und Mitsorgen, Prüfung, Besinnung. Nichts anderes will ich von euch. Prüft meine Worte an euren Gedanken, in euren Herzen; seid auf eurer Hut, verwerft, was euch nicht innerlich ergreift, die verbohrte Meinung, den bestechenden Einfall. Nicht ein Führer unter euch vermesse ich mich zu sein, nicht ein Berater, ich will mit euch erörtern und erwägen. Auch huldige ich euch nicht; ihr seid ein neues Geschlecht, kein anderes Volk als eure Väter, ihr seid ihnen ähnlicher, als ihr meint. Ihr seid eine Hoffnung; auch wir sind eine Hoffnung gewesen und keine Erfüllung geworden, obgleich es manche unter uns gab, die den Weg sahen und wiesen. Ich huldige auch dafür euch nicht, daß ihr in den Krieg geboren und gewachsen seid. Den Krieg haben unsere Väter verschuldet, also haben wir ihn verschuldet; den Krieg haben wir verschuldet, also habt ihr ihn verschuldet. Derer, die getötet worden sind und getötet werden sollen, gedenkt mein Herz in jeder seiner Nächte, und am heißesten umfaßt es die, denen es schwer wird, und die sich fürchten. Jeder, der mit seiner Seele in den Krieg verstrickt ist, alt oder jung, fürchtet sich und zittert, und weint Tränen, die nach innen fließen und das Herz verbrennen. Auch dafür nicht, daß ihr ungebrochen und stark, voll Anspruch und ohne Zweifel seid, huldige ich euch. In zwanzig Jahren sind eure Verwegensten alt, enttäuscht und philisterhaft, nicht um des Großen, sondern um des Kleinen willen, und es wird viel sein, wenn abermals dereinst einige aufstehen, weil sie ihr Herz warm erhalten haben, um zaghaft und überwältigt zu euren Kindern zu reden. Um des Glaubens willen an unsere deutsche Erde rede ich zu euch, um der Liebe willen zu euren Vätern, euren Kindern und am meisten zu euch, um der Hoffnung willen, die ihr seid und alle, die nach euch kommen. Denn ihr werdet das Reich betreten, das uns verwehrt ist, auf euch liegt die Verantwortung und die erste Entscheidung.
    Werdet ihr mich hören? Manche von euch, die ursprünglichsten, sind sorglos, dem Denken abgewendet, mit billigem zufrieden und eng autoritär; manche, die klügsten, sitzen in ihren Schreibstuben und Preßzentralen, pochen auf ihre Vernunft und Abstraktion und warten, daß ihrer geschulten Dialektik zuliebe die Welt sich wie Sankt Hieronymus' Löwentier aufblickend zu ihren Füßen schmiege.
    Verschließt ihr euch aber vor mir, so rede ich zu mir selbst und meinem Schöpfer, denn reden muß ich und darf nichts verschweigen, obwohl ich weiß, daß jedes Wort mir neuen Unfrieden schafft bei denen, die mich hassen und verfolgen. Dann werden andere kommen, helleren Geistes, reineren Herzens, edlerer Art, die Glauben erzwingen für das, was sie verkünden und was ich nur stammle. Denn das ist freilich wahr: Nichts ist in mir, das den Willen rechtfertigt, gehört zu werden, außer dem Glauben an die Seele und ihre Verwirklichung.
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