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Menschen und Völker, besinnt euch! Es geht um eure Seelen. Es wird kein anderer Frieden über die Erde kommen, als der Frieden der Gerechtigkeit und der guten Gesinnung. Wäre ein anderer Frieden erreichbar, ihr dürftet ihn nicht nehmen, denn er wäre kein Frieden, sondern ein heimlicher, vergifteter Krieg. Der gerechte Frieden, der Frieden Gottes kommt, wir mögen ihn wollen oder nicht. Wollen wir ihn, so wird er uns geschenkt, wollen wir ihn nicht, so wird er uns auferlegt. Sind wir seiner würdig, so werden wir ihn erleben, sind wir seiner unwürdig, so werden ihn auch unsere Kinder nicht erleben.
Was der gerechte Frieden ist, wissen wir. Wissen wir es, und handeln nicht danach, so sind alle unsere Sittensprüche Heuchelei und unser Gewissen wird am Tage der Entscheidung auf uns lasten. Wir tragen die Verantwortung für eine Zivilisation und Kultur, für das Glück und das Leben der Millionen. Diese Verantwortung ist die kleinere. Wir tragen die Verantwortung um der Gerechtigkeit und um unserer Seelen willen, diese Verantwortung ist vor Gott und ist die größere. Die Seelen der Erschlagenen stehen auf und fordern von uns Rechenschaft. Sie fordern von uns nicht Rache, sondern Versöhnung zur Ehre Gottes. Brüder, wir wollen einander vergeben, damit uns miteinander vergeben werde. Nicht der ist schwach, der Vergebung empfängt, nicht der ist stark, der sie zurückweist. Vier Jahre lang haben unsere Heere zu Lande, zu Wasser und in der Luft einander standgehalten und sind nicht ermüdet. Ihre Taten sind größer als alles Heldentum der Sage und Geschichte. Das edelste und stolzeste aber wird es sein von allem, was dieser alte Planet erlebt hat und erleben wird, und ein Leuchten wird von ihm ausgehen über das Weltall, wenn der Tag anbricht des großen Opfers, der freien, menschlichen und göttlichen Versöhnung. Der Tag, an dem wir uns vergeben allen Haß und allen Kummer, alle Tränen und alle Wunden, allen Tod und alle Rache. Der Tag, an dem wir uns die Hände reichen, um gemeinsam die Wunden zu heilen, die Witwen und Waisen zu trösten, die Erde neuaufzubauen. An diesem Tage sind unsere gefallenen Brüder wahrhaft verherrlicht, an diesem Tage ist die Erde entsühnt, und das Gottesreich um einen Schritt der Welt genähert.
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